Grundwissen Fonds

Grundwissen Fonds

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Was sind Fonds?

Zunächst einmal ist „Fonds“ die Abkürzung von „Investmentfonds“. Fonds sammeln das Geld von vielen Anlegern ein, um es dann in Wertpapiere, wie zum Beispiel Aktien oder Anleihen, zu investieren.

Fondsanleger erwerben Anteile am Fondsvermögen und sind Miteigentümer der im Fonds enthaltenen Wertpapiere. Damit sind sie an den Gewinnen beteiligt, die mit den Wertpapieren erzielt werden, beispielsweise Dividenden.

 

Die Vorteile von Fonds

Mit Hilfe von Fonds investieren Sie schon mit kleinen Summen in ein diversifiziertes Portfolio von z.B. Aktien oder Renten. Nach deutschem Recht muss ein Fonds in mindestens 16 verschiedenen Wertpapieren investiert sein. Oft sind es aber mehrere dutzend Papiere, was die Streuung noch erhöht. Warum eine breite Streuung (Diversifikation) wichtig ist, können Sie hier nachlesen. Sie kaufen also im übertragenden Sinne eine Schachtel Pralinen, mit vielen verschiedenen Sorten, und zahlen dafür nur einmal einen Preis. Die Zusammenstellung der Pralinenmischung übernimmt für Sie der sogenannte Fondsmanager.

Aufgelegt und verwaltet werden Fonds von den Fondsgesellschaften. Wenn Sie sich einmal für den Fonds einer Fondsgesellschaft entschieden und diesen gekauft haben, brauchen Sie eigentlich nichts mehr machen – außer die Entwicklung beobachten. Denn Fondskurse schwanken, abhängig von Angebot und Nachfrage, bzw. aufgrund allgemeiner wirtschaftlicher Rahmenbedingungen wie z.B. der Zinsentwicklung bei Renten.

 

Was sind die Vorteile von Fonds?

  • Einfacher Einstieg
    Fonds sammeln das Geld vieler Anleger. Daher können Sie schon mit einer geringen Summe investieren.
  • Risikostreuung
    Sie verteilen Ihr Geld auf mehrere Produkte und verteilen so das Risiko.
  • Investitionen
    Da Fonds das Geld zahlreicher Anleger sammeln, investieren Sie in deutlich mehr Produkte, als es ein einzelner Anleger könnte.
  • Geringer Zeitaufwand
    Fonds werden professionell verwaltet – Ihr persönlicher Aufwand hält sich in Grenzen.

 

Was sind die Risiken?

Investmentfonds sind, wie andere Wertpapiere auch, Marktrisiken ausgesetzt. Ein Aktienfonds unterliegt den Kursrisiken des Aktienmarktes, ein Rentenfonds den Kursrisiken des Anleihenmarktes.

In einem Fonds können sich die Kursschwankungen der unterschiedlichen Wertpapiere zumindest teilweise ausgleichen. Damit schwankt der Fonds weniger stark im Wert als die einzelnen Wertpapiere, die im Fonds enthalten sind.

Neben Kursrisiken können Investmentfonds auch von Inflations-, Zinsänderungs- und Wechselkursrisiken betroffen sein.

Sinkt das Fondsvolumen (Fondsvermögen) unter einen kritischen Wert, kann der Fonds nicht mehr rentabel geführt werden. Er kann dann geschlossen (liquidiert) oder mit einem anderen Fonds der gleichen Fondsgesellschaft zusammengelegt werden. Fondsgesellschaften bieten Anlegern in der Regel den (kostenlosen) Wechsel in einen anderen Fonds oder die Auszahlung ihrer Einlagen an.

 

Kosten von Fonds

Für in Deutschland zugelasse Fonds ist die Angabe der Gesamtkostenquote (engl. Total Expense Ratio, TER) in Prozent verpflichtend. Sie soll Anlegern den Vergleich zwischen verschiedenen Fonds erleichtern und beinhaltet die Verwaltungs- und die Depotbankgebühren. Der langfristig größte Kostenfaktor ist die Verwaltungsgebühr der Fondsgesellschaft.

Diese wird auch als auch Managementgebühr bezeichnet und bewegt sich in einer Spanne von unter 0,2% bei börsengehandelten Indexfonds (ETFs), bis über 3% bei aktiv gemanagten Aktienfonds. Die Angabe der Verwaltungsgebühr bezieht sich auf das Fondsvermögen und wird diesem jährlich entnommen.

Ein Beispiel:
Wenn Sie 10.000 Euro bei 7% Rendite anlegen, erhalten Sie nach 10 Jahren 21.600 Euro vor Kosten. Wenn es ein aktiv gemanagter Fond ist, muss der Ausgabeaufschlag von im Schnitt 5% abgezogen und 1,25% Gebühren eingerechnet werden, dann schafft er nur noch 18.700 Euro.

 

Cashcode: Zahlreiche Untersuchungen belegen, dass die wenigsten Fondsmanager es schaffen, den jeweiligen Vergleichsindex dauerhaft zu schlagen. Rechnen Sie jetzt noch die höheren jährlichen Gebühren für das aktive Management hinzu, lohnen sich ETFs für die meisten Kleinanleger eher.

Foto: ©istockphoto.com/Stephan Zabel/23717529


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