Ausbildung Kinder finanzieren

Ausbildung Kinder finanzieren

#50927482

Wenn Paare sich für Kinder entscheiden, bringt das Familienglück eine Vielzahl von Herausforderungen mit sich. Denn wenn Kinder kommen, wird es teu(r)er. Am meisten Geld je Kind geben Statistikern zufolge Paare mit einem Einzelkind aus. Sie investieren durchschnittlich 584 Euro im Monat für Ihren Nachwuchs. Eltern von zwei Kindern geben je Kind 515 Euro und im Fall von 3 Kindern 484 Euro pro Monat aus. Nach Berechnungen des statistischen Bundesamts kostet ein Kind bis zu seinem 18. Lebensjahr 126.144 Euro. Und hier sind noch keine Verdienstausfälle, wenn Vater oder Mutter beruflich pausieren, kein Führerschein und auch noch keine Kosten berücksichtigt, falls das Kind mal studieren sollte.

Für Ausbildung / Studium können Sie je nach Stadt und ob der Nachwuchs während des Studiums noch zu Hause wohnt noch einmal mit Kosten zwischen 50.000 Euro – 100.000 Euro rechnen.

Damit die gewünschte Ausbildung nicht am Geld scheitert, sollten Eltern schon beizeiten einen Kapitalstock aufbauen. Je früher dies geschieht, um so überschaubarer bleibt die monatliche Belastung. Und selbst für Familien mit schmalem Budget sollte dies möglich sein. Sie brauchen nur einen Teil des monatlichen Kindergeldes abzuzweigen. Als Sparmöglichkeiten bieten sich z.B. an: Banksparpläne mit garantierten Zinsen oder Aktienfonds. Der Abschluss einer Ausbildungsversicherung wird hingegen von der Stiftung Warentest nicht empfohlen.

Um z.B. nach 18 Jahren eine Summe von 52.000 Euro zusammen zu haben, muss man monatlich 150 Euro zu 5% anlegen. Rechnen Sie doch einfach selbst nach, wie der Zinseszinseffekt Ihr Geld vervielfacht, mit unserem Sparplanrechner.

zum Sparplanrechner hier klicken

Steuerlich kann es günstig sein, Geld auf den Namen des Kindes anzulegen.
Aber Achtung: Heben Sie Geld ab und läuft das Sparvermögen auf den Namen des Kindes, will das Finanzamt einen Nachweis, dass Sie es für das Kind verwenden. Sonst kann es sein, dass Sie die Erträge im Nachhinein versteuern müssen.

Und welche Anlageform sollte man jetzt wählen?

Hier gilt:  Je länger die Zeit bis zur Ausbildung / zum Studium noch ist, umso risikoreichere Anlageformen können Sie wählen. Dies liegt daran, dass z.B. bei einem Anlagezeitraum von über einem Jahrzehnt auch die Risiken von (Aktien-)Fondsanlagen überschaubarer werden. Wer mehr aus seinem Geld heraus holen möchte, kann dem Sparplan auch geeignete Rentenindexfonds oder Aktienindexfonds (ETFs) beimischen.

Damit Sie ein Gefühl dafür bekommen, was Sie in durchschnittlich guten Börsenphasen für Renditen erzielen, hat die Stiftung Warentest folgende Durchschnittsrenditen berechnet:

  • bei 15% Aktienanteil: 7,6% Rendite p.a.
  • bei 40% Aktienanteil: 8,4% Rendite p.a.
  • bei 75% Aktienanteil: 9,0% Rendite p.a.

 

Tipp: Bleibt jeden Monat nur ein geringer Betrag zur Anlage übrig, den Sie nicht splitten können, legen Sie das Geld vierteljährlich anstatt monatlich an. So können Sie den Sparbetrag besser auf unterschiedliche Anlageformen aufteilen.

Foto: ©istockphoto.com/zimmytws/50927482