Schulden abbauen

Schulden abbauen

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Viele Menschen haben ernsthafte Geldprobleme. In Deutschland sind bundesweit ca. 6,7 Mio. Privatleute (Stand 2014) und bereits 12% der Jugendlichen zwischen 13 und 24 überschuldet. Von Überschuldung spricht man dann, wenn man seinen Zahlungsverpflichtungen, z.B. Rückzahlung vereinbarter Raten nicht mehr nachkommen kann. Im Durchschnitt betrug die Schuldenhöhe 32.600 €. Der Hauptgrund für die Schulden ist das Konsumverhalten gefolgt vom Verlust des Arbeitsplatzes, Scheidung und gesundheitlichen Gründen.

 

Schnellcheck – welche finanziellen Strategien eignen sich zum Abbau von Schulen am besten?

  • Vermögensbilanz aufstellen
  • Haushaltsbuch führen
  • bestehende Verträge überprüfen (Handy, Gas, Strom, Versicherungen)
  • verfügbaren Betrag auf alle Gläubiger strategisch verteilen
  • bei Verbrauchskosten sparen (z.B. Energie-, Heiz- und Wasserverbrauch)
  • Konsumverhalten überprüfen (jede Ausgabe auf den Prüfstand stellen, Abos checken, Benzinverbrauch optimieren, bar bezahlen, etc…)
  • versuchen, Einnahmen zu erhöhen
  • professionelle Unterstützung von einer Schuldnerberatung holen

Wie man im Haushalt sparen kann, erfahren Sie hier

 

Vermögensbilanz erstellen

Will man erfolgreich seine Schulden bekämpfen, ist der wichtigste Punkt, einen vollständigen Überblick über die persönliche finanzielle Situation zu haben. Machen Sie deshalb eine Vermögensbilanz, in der Sie alle Ausgaben (monatlich, quartalsweise, jährlich) Ihren Einnahmen gegenüberstellen. Sind die Ausgaben jetzt höher als die Einnahmen, sind Sie wahrscheinlich überschuldet.

zur Vermögensbilanz hier klicken

 

Haushaltsbuch führen

Damit Sie Ihre Einnahmen und Ausgaben im Griff behalten, empfiehlt es, sich ein Haushaltsbuch zu führen.

einen Vordruck können Sie sich hier herunterladen

 

Kosten senken

Beim Schuldenabbau ist auch Ihre Kompromissbereitschaft gefragt. Bereits durch kleine Veränderungen im persönlichen Umgang mit Geld und einem sensibilisierten Kostenbewusstsein können oft viele Verbindlichkeiten effektiv abgebaut werden. Fragen Sie sich deshalb bei jeder Neuanschaffung, ob Sie diese wirklich jetzt benötigen. Und hüten Sie sich vor Spontankäufen. Wenn Sie eine Anschaffung tätigen, schlafen Sie ruhig noch einmal drüber.

Checken Sie als nächstes, ob es bestehende Leistungen nicht auch günstiger gibt. Vergleichen Sie Tarife und Leistungen. Angefangen vom Handyvertrag über Strom- und Gasanbieter bis hin zu Versicherungsverträgen. Oft lassen sich so einige hundert Euro pro Jahr sparen.

 

Einnahmen erhöhen

Versuchen Sie, Ihre Einkünfte zu erhöhen. Haben Sie Anspruch auf Förderungen, wie z.B. Zuschüsse für die Kinder, Wohngeld oder BAföG? Denken Sie beispielsweise darüber nach, Ihre Arbeitszeit aufzustocken oder zusätzlich einen 450-Euro-Job ausüben.

 

Kreditkarten / EC-Karten / Kundenkarten meiden

Bei Zahlung mit Plastikgeld ist die Gefahr immens, dass Sie schnell den Überblick über Ihre Ausgaben verlieren. Die Verlockung ist groß, mit den Karten mehr einzukaufen, als Sie eigentlich benötigen. Das gilt für Kreditkarten genauso wie für EC-Karten oder Kundenkarten. Zahlen Sie deshalb wann immer möglich in bar. Das erhöht Ihre Hemmschwelle, Geld auszugeben. Denn wer das Geld nicht zurückzahlen kann, zahlt beim Dispo im Schnitt 11% und bei Kreditkarten bis zu 18% Zinsen.

 

Ratenkäufe vermeiden

Viele Händler locken mit 0%-Finanzierungsangeboten. Dadurch lenken sie vom eigentlichen Kaufpreis ab. Durch die oft kleinen Summen, verliert man häufig den Überblick. Und auch viele kleine Raten summieren sich zu einer beträchtlichen Summe.

 

Dispokredit zurückzahlen

Ein Dispokredit ist eine Notfallreserve und sollte kein Dauerzustand sein. Kann man den Betrag dennoch nicht zurück zahlen, lohnt sich eine Umschuldung in einen günstigeren Ratenkredit. Abhilfe kann ein Gespräch mit der Bank schaffen, indem der Dispo z.B. auf ein Monatsgehalt gekürzt oder ganz gestrichen wird.

 

(Online)-Kaufrausch entgehen

Viele Menschen kaufen Dinge, um sich zu trösten. Gerade online bestellt man gerne mal mehr als nötig. Da ist es besser, sich mit guten Freunden zu verabreden und gemeinsam einkaufen zu gehen. Diese können einen auch bei der Kaufentscheidung beraten und wissen manchmal, ob man schon ein ähnliches Stück zu Hause hat. Und bevor Sie gemeinsam los gehen, sollten Sie nur so viel Bargeld mitnehmen, wie Sie wirklich ausgeben wollen. Das Plastikgeld lassen Sie am besten ganz zu Hause.

 

Professionelle Schuldnerberatung

Gerade im Internet liest man immer wieder: Kredit ohne Schufa, ohne Sicherheiten. Meiden Sie diese Angebote, denn hierbei handelt es sich um unseriöse Kreditvermittler. Holen Sie sich besser professionelle Unterstützung bei einer Schuldnerberatungsstelle von Kommunen und Verbraucherzentralen. Diese sind kostenlos.

Foto: ©istockphoto.com/mofles/59858994