Risiken absichern

Risiken absichern

#43051916

Bevor Sie über Renditeoptimierungen Ihrer Altersvorsorge nachdenken, sollten Sie sicherstellen,
dass Ihre Lebensrisiken weiter abgesichert sind. Allerdings müssen Sie bei Ausscheiden aus dem Berufsleben einige große Existenzrisiken nicht länger fürchten.

Schnellübersicht – relevante Tipps und Finanzprodukte zur Risikoabsicherung:

  • jährlich Versicherungsschutz überprüfen und Versicherungstarife vergleichen
  • Haftpflichtversicherung
  • ggf. private Pflegezusatzversicherung
  • ggf. Autohaftpflichtversicherung (falls eigenes Auto vorhanden)
  • ggf. Hausratversicherung
  • ggf. Wohngebäudeversicherung
  • ggf. Haus- und Grundbesitzer-Haftpflichtversicherung
  • ggf. Auslandsreisekrankenversicherung
  • Vorsorgevollmacht ausstellen
  • Patientenverfügung

 

Einige Versicherungen bleiben „Muss“-Versicherungen. Hierzu zählen die private Haftpflichtversicherung und auch eine Hausratversicherung, wenn Sie einen wertvollen Hausstand aufgebaut haben. Haben Sie eine Immobilie, bleiben die Wohngebäude- sowie Haus- und Grundbesitzer-Haftpflichtversicherung und besitzen Sie ein Auto auch die Kfz-Haftpflicht ein „Muss“.

 

Auslandsreisekrankenversicherung

Wenn Sie im Alter darüber nachdenken, viel ins Ausland zu reisen, sollten Sie über eine Auslandsreisekrankenversicherung nachdenken. Denn viele Leistungen zahlen die gesetzlichen Krankenkassen im Ausland nicht.

 

private Pflegezusatzversicherung

Die Erhöhung der Lebenserwartung geht mit einer deutlichen Verbesserung des Gesundheitszustands der meisten älteren Menschen einher. Allerdings steigt mit zunehmendem Alter das Risiko, pflegebedürftig zu werden. Fast jede(r) Dritte der heute über 80-Jährigen kommt nicht mehr ohne fremde Hilfe aus. Finanzielle Unterstützung leistet die Pflegeversicherung, die für alle gesetzlich und privat Versicherten Pflicht ist. Sie stellt eine Grundsicherung dar, die bei schwerster Pflegebedürftigkeit (Pflegestufe 3) monatlich 1. 612 Euro (Jahr 2015) der Kosten übernimmt. Heimplätze kosten allerdings oft bis zu 4.000 Euro im Monat. Die Differenz muss vom Patienten und im Extremfall von den Angehörigen übernommen werden. Informieren Sie sich rechtzeitig. Bis zum 60. Lebensjahr bieten viele Versicherer private Pflegezusatzversicherungen an. Hier gibt es zwei Typen. Die Pflegetagegeldversicherung und die Pflegekostenversicherung. Die Pflegetagegeldversicherung zahlt einen festen Satz unabhängig von der Pflegestufe und wird daher von Experten empfohlen, da dies unabhängig davon geschieht, ob der Bedürftige von Angehörigen oder im Heim gepflegt wird. Bei der Pflegekostenversicherung ist das Geld hingegen zweckgebunden.

Tipp: Achten Sie darauf, dass sich der Tagessatz an die Entwicklung der Pflegesätze anpassen lässt, und zwar ohne erneuten Gesundheits-Check. Legen Sie sich nicht auf eine bestimmte Form der Pflege fest. Niemand weiß schließlich im Voraus, ob er einmal zu Hause oder stationär gepflegt werden wird.

 

Vorsorgevollmacht

Ein Unfall oder eine schwere Krankheit können jeden treffen. Und entgegen landläufiger Meinung haben Familienangehörige und Ehepartner dann nicht automatisch das Recht, die notwendigen Entscheidungen treffen zu können. Damit nahestehende Personen überhaupt einen Handlungsspielraum haben, brauchen sie eine Vorsorgevollmacht. Mit einem solchen Dokument können sie beispielsweise die Post öffnen oder Rechnungen bezahlen, dürfen sich um Wohnungsangelegenheiten kümmern oder notwendige Anträge bei Sozialversicherungsträgern stellen.

 

Patientenverfügung

In diesem auch Patiententestament genannten Dokument kann man regeln, wie man bei einer Krankheit medizinisch behandelt oder nicht behandelt werden will. Zudem können bestimmte Grenzen festgelegt werden, die bei einer aussichtslosen Erkrankung, insbesondere in der letzten Lebensphase, von den Ärzten nicht überschritten werden dürfen.

Foto: ©istockphoto.com/Wavebreakmedia/43051916