Vermögensaufbau

Vermögensaufbau

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Junge Familien stehen oft ratlos vor der Vielzahl von Angeboten zum Vermögensaufbau. Eigenes Haus, Aktienanlagen oder doch lieber staatlich geförderte Altersvorsorge? Klar ist: Je früher mit der Geldanlage begonnen wird, desto mehr Kapital kann bereits mit kleinen Summen aufgebaut werden. Dieser finanzielle Rückhalt ist für junge Familien wichtiger denn je. Denn in Zukunft wird bei vielen Arbeitnehmern die gesetzliche Rente allein sehr wahrscheinlich nicht ausreichend, um im Alter ein finanziell sorgenfreies Leben führen zu können.

 

Schnellübersicht – relevante Tipps und Finanzprodukte zum Vermögensaufbau

  • Freibeträge eintragen lassen
  • Steuerklasse wechseln
  • Haushaltsplan / Vermögensbilanz aufstellen
  • vermögenswirksame Leistungen nutzen
  • ggf. betriebliche Altersvorsorge
  • Aktienfonds / Indexfondssparpläne
  • für das Kind sparen
  • ggf. Riester-Rente
  • ggf. eigene Wohnung / eigenes Haus

 

Elterngeld – Tipp: Freibeträge eintragen lassen

Das Elterngeld ist eine Lohnersatzleistung vom Bund, die zwischen 300 und 1.800 Euro beträgt. Die Höhe richtet sich danach, wie viel Mutter und Vater in dem Jahr vor der Geburt ihres Kindes netto verdient haben. Sind Freibeträge eingetragen, lässt sich dieser Zuschuss einfach steigern. Anstatt außergewöhnliche Belastungen, Sonderausgaben oder Werbungskosten erst in der Steuererklärung anzugeben, einfach entsprechende Freibeträge eintragen lassen. Auch ein Durchschnittsverdiener kann so den Verdienst um 100 bis 200 Euro erhöhen und später mehr Elterngeld kassieren.

 

Steuerklasse wechseln

Verheiratete, die schon zu Beginn der Schwangerschaft wissen, wie sie die Arbeit nach der Geburt teilen möchten, können mehr Geld bekommen, indem sie die Steuerklassen wechseln. Was für Sie konkret am besten ist, können Sie hier nachrechnen.

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Haushaltsplan / Vermögensbilanz

Machen Sie sich ein klares Bild von Ihrer aktuellen und zukünftigen finanziellen Situation. Ein Kind kostet einiges an Geld. Wer dies nicht berücksichtigt und so weiter lebt wie bisher, wird bald seine finanzielle Überraschung erleben. Stellen Sie deshalb einen Haushaltsplan auf, indem Sie Einnahmen und Ausgaben gegenüberstellen. So behalten Sie Ihre Finanzen im Blick und können auch Geld für Ihre Ziele oder die Altersvorsorge anlegen.

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Riester-Rente

Jeder Ehepartner sollte eine eigene Altersvorsorge aufbauen. Und wer Kinder hat, sollte sich die Riester-Rente einmal näher anschauen. Schließlich steuert der Bund für jeden Riester-Sparer 154 Euro und für Kinder, die ab 2008 geboren wurden, zusätzlich 300 Euro bei. Sie entscheiden selbst, wie viel Sie anlegen. Um die volle Förderung zu erhalten, müssen jährlich 4% des sozialversicherungspflichtigen Einkommens des Vorjahrs in einen Riester-Vertrag angelegt werden. Die Zulagen kann man von diesem Betrag abziehen.

 

Vermögenswirksame Leistungen

Ob Sie einen Anspruch auf vermögenswirksame Leistungen haben, ist im Tarifvertrag geregelt. Aber Arbeitgeber können vermögenswirksame Leistungen auch freiwillig zahlen. Der Betrag kann zwischen 6 Euro und 40 Euro monatlich liegen. Informationen über vermögenswirksame Leistungen erhalten Sie im Personalbüro Ihres Arbeitgebers. Hat man Anspruch, schließen Sie einen Sparvertrag ab und geben dem Arbeitgeber eine Kopie davon. Außerdem müssen Sie dem Arbeitgeber mitteilen, ob Sie aus eigener Tasche auch noch etwas in den Vertrag einzahlen. Der Arbeitgeber überweist dann monatlich direkt den abgemachten Betrag an das Institut, mit dem Sie den Sparvertrag haben.

 

Betriebliche Altersvorsorge

Unter betrieblicher Altersversorgung versteht man Leistungen, die ein Unternehmen für ehemalige Beschäftigte und deren Angehörige erbringt. Arbeitnehmer haben einen Anspruch darauf, dass Teile des Lohns in Beiträge zur betrieblichen Altersvorsorge umgewandelt werden. Bis zu 4% des Bruttolohns können steuerfrei z. B. in Direktversicherungen, Pensionskassen oder Pensionsfonds eingezahlt werden. Wenn Sie mehr wissen möchten, sprechen Sie mit dem Betriebsrat oder der Personalabteilung Ihres Arbeitgebers.

 

Aktien- / Indexfondssparpläne

Als Aktionär können Sie doppelt Geld verdienen. Zum einen in Form von Dividenden, weil Sie am Unternehmensgewinn beteiligt sind, zum anderen durch höhere Aktienkurse. Aktien gelten zwar oft als die riskanteste Anlageklasse, aber sie liefern dafür langfristig den höchsten Ertrag. Als junge Familie haben Sie auch noch genügend Zeit, mögliche Rückschläge am Aktienmarkt einfach „auszusitzen“. Und mit einer monatlich gleichbleibenden Summe profitieren Sie zudem vom Cost-Average-Effekt. Tipp: Schauen Sie sich auch mal Exchange Trades Funds (ETFs) an. Diese Indexfonds hatten in den letzten Jahren oft eine bessere Performance als die meisten gemanagten Fonds und dies bei geringeren Kosten.

 

Eigene Wohnung / eigenes Haus

Viele junge Familien träumen vom eigenen Haus im Grünen – mit genügend Platz für den Nachwuchs. Aber sollte man dies tatsächlich angehen? Das hängt von Ihrer Lebenssituation ab. Was für Sie finanziell die bessere Variante ist – mieten oder kaufen – können Sie mit unserem Miet- / Kaufrechner einfach kalkulieren.

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Für das Kind sparen

Ein Kind kostet die Eltern bis zum 18. Lebensjahr ca. 126.000 Euro. Und für ein Studium sollte man je nach Studienort und ob das Kind dann noch zu Hause wohnt oder nicht zwischen 50.000 und 100.000 Euro einplanen. Hier lohnt es sich, schon bei Zeiten vorzusorgen. Um nach 18 Jahren z.B. eine Summe von 52.000 Euro zusammen zu haben, muss man monatlich 150 Euro zu 5% anlegen. Rechnen Sie doch einfach selbst nach, wie der Zinseszinseffekt Ihr Geld vervielfacht, mit unserem Sparplanrechner.

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Foto: Foto: ©istockphoto.com/PeopleImages/50703026