Vermögen nutzen

Vermögen nutzen

#33583630

Genug Geld für ein schönes Leben im Alter? Mit gesetzlicher Rente und den Leistungen aus der privaten Vorsorge müssen Sie jetzt Ihren Lebensabend bestreiten. Aber wie viel Geld brauchen Sie im Alter und wie viel Geld steht Ihnen tatsächlich zur Verfügung? Das sind die entscheidenden Frage, mit
denen Sie sich mit Anfang oder Mitte 60 beschäftigen sollten. Neben der Vermögensbilanz sollten Sie folgende Punkte und Fragen klären:

  • Prüfen Sie Ihr Rentenkonto
  • Klären Sie die Frage, ob Sie in Frührente gehen wollen
  • Errechnen Sie aus der Vermögensbilanz Ihre mögliche Rentenlücke
  • Regeln Sie die Themen Vorsorgevollmacht, Patientenverfügung und Testament

Tipp: Wenn Sie nicht sicher sind, ob alle Zeiten in Ihrem Rentenkonto richtig berücksichtigt wurden, gehen Sie zu einer Beratungsstelle der Deutschen Rentenversicherung.

Wenn Sie früher in Rente gehen möchten, müssen Sie damit rechnen, dass Sie für die gesamte Rentenbezugszeit weniger Leistungen erhalten. Umso wichtiger ist es, dass Sie hier genügend private Vorsorge betrieben haben, um Ihren Finanzbedarf im Ruhestand abzudecken. Als Faustformel wird von der Stiftung Warentest empfohlen, dass Ihnen im Ruhestand ca. 80% Ihres Einkommens aus dem Erwerbsleben zur Verfügung stehen sollten.

Checkliste: kann ich mir Frührente leisten? Finanzplaner 60+, S. 33

Checkliste: Finanzplaner 60+ – Entlastungen und Belastungen für Ihren Geldbeutel im Ruhestand (S. 31)

 

Plötzlicher Tod des Partners

Der Tod des Ehepartners ist ein großer Einschnitt und kann auch finanziell zu einer enormen Herausforderung für den Hinterbliebenen werden. Unterstützung aus der Rentenkasse erhalten die Hinterbliebenen in Form der Witwen- oder Witwerrente. Wie hoch sie ausfallen wird, hängt entscheidend davon ab, welche Rentenansprüche der Verstorbene hatte. Maximal erhält der Hinterbliebene auf Dauer bis zu 60% des Rentenanspruchs des Verstorbenen.

 

Auszahlung privater Versicherungsverträge

Sie erwarten eine Auszahlung aus Ihrer Kapitallebensversicherung? Oder die erste Rente aus Ihrem Versicherungsvertrag soll in einigen Monaten fließen? Dann erhalten Sie bald Post vom Versicherungsunternehmen. Der Versicherer fordert Sie auf, Ihre aktuellen Kontodaten anzugeben. Je nach Vertrag müssen Sie weitere Unterlagen einreichen, zum Beispiel eine Kopie Ihres Personalausweises, wenn Sie Geld aus einer Rentenversicherung erhalten. Wenn Sie eine Kapitallebensversicherung abgeschlossen haben, werden Sie zusätzlich aufgefordert, den Versicherungsschein einzuschicken. Wenn Sie eine größere Summe aus einer Lebensversicherung erhalten, sollten Sie sich darauf gefasst machen, dass Ihr Ansprechpartner bei der Versicherung Ihnen ein Angebot unterbreitet, wie Sie das Geld neu bei ihm anlegen können, zum Beispiel in Form einer Sofortrente. Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen, sondern überlegen Sie gut, was Sie mit der Auszahlung anstellen wollen. Sie können Ihr Erspartes jetzt auch zu einem anderen Anbieter mitnehmen.

 

Rente im Ausland

Wenn Sie den Winter im sonnigen Süden verbringen oder zu Ihren Kindern nach Kanada ziehen wollen, kann das Folgen für die Auszahlung Ihrer Rente und auf Ihre privaten Altersvorsorgeverträge haben. Sie können sich auch nach einem Umzug darauf verlassen, dass Sie weiter Ihre Altersrente bekommen. Sie wird Ihnen im Ausland auf ein Konto vor Ort überwiesen. Je nach Land können dafür aber Gebühren anfallen. Außerdem müssen Sie womöglich einige Abstriche hinnehmen, wenn Sie dann nicht mehr im Euroraum leben.

Auch die Riester-Rente wird Ihnen ins Ausland überwiesen – zumindest in EU-Staaten und Länder des Europäischen Wirtschaftsraums. Wenn Sie Ihren Wohnsitz aber in einen anderen Staat verlegen, müssen Sie die staatliche Förderung, die Ihnen im Erwerbsleben zugeschrieben wurde, zurückzahlen.

 

Wiederanlage von Geldern

Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, das eigene Geld auch im Ruhestand weiter für sich arbeiten zu lassen: zum Beispiel Festgelder, Sparbriefe oder Investmentfonds. Auch eine private Rentenversicherung kann ein Thema sein. Jede der genannten Formen der Geldanlage hat Vor- und Nachteile. Welche Produkte für Sie geeignet sind, hängt von zahlreichen Faktoren ab, unter anderem von Ihrer aktuellen finanziellen und familiären Situation, von Ihrer Risikobereitschaft und vor allem auch davon, wofür Sie das Geld benötigen und für welchen Zeitraum Sie es anlegen möchten. Oberster Grundsatz ist immer: Entscheiden Sie sich nur für Anlageprodukte, die Sie verstehen und die zu Ihrer persönlichen Situation passen. Aber auch Geldanlagen, die, wie etwa Aktienfonds, mehr Risiko bedeuten, können im Alter von über 60 noch infrage kommen. Allerdings sollten Sie nur dann Ihr Geld in solche Anlagen stecken, wenn Sie finanziell in der Lage sind, mögliche Verluste zu überstehen, und trotzdem Ihre regelmäßigen Ausgaben bestreiten können.
Egal, ob Sie in Fonds investieren oder andere Anlagen vorziehen: Es erhöht in der Regel die Sicherheit, wenn Sie Ihr Erspartes auf verschiedene Anlageformen verteilen.

Mit zunehmendem Alter sollte grundsätzlich die Sicherheit der Geldanlagen eine größere Bedeutung einnehmen. Anders als junge Berufstätige, die für ihren Ruhestand in einigen Jahrzehnten sparen, bleibt Ihnen mit 60 nicht so viel Zeit. Wenn Sie Verluste mit Anlagen wie Aktienfonds erzielen und rasch eine größere Summe benötigen, etwa weil Ihr Partner pflegebedürftig wird, haben Sie womöglich nicht die Zeit, das Minus auszusitzen und auf bessere Erträge zu warten. Allerdings: Nur weil Sie kurz vor dem Ruhestand stehen oder bereits Rentner sind, heißt das nicht, dass Sie automatisch jegliches Risiko bei der Geldanlage umgehen müssen. Gerade wenn Sie genug sichere Einnahmen haben, um die alltäglichen Ausgaben und ein bisschen mehr davon zu decken, können Sie weiteres Geld auch in riskantere und damit renditestärkere Anlagen stecken. Wenn Sie jedoch merken, dass Ihnen im Ruhestand sichere Einnahmen fehlen, um
die alltäglichen Ausgaben zu bestreiten und eventuelle „Notfälle“ durchzustehen, sollten Sie sich, wenn irgend möglich, eine zusätzliche sichere Einnahmequelle verschaffen.

 

Eigene Immobilie

Der Traum von den eigenen vier Wänden muss noch nicht ausgeträumt sein, auch wenn Sie um die 60 Jahre alt sind. Im Gegenteil: In Zeiten niedriger Zinsen erscheint es manch einem reizvoll, doch noch zum Bauherren zu werden oder von der Miet- in eine Eigentumswohnung umzuziehen. Warum auch nicht, wenn Ersparnisse da sind, um daraus zumindest einen Großteil der Kosten zu finanzieren?
Für die restliche Finanzierung müssen Sie sich auf die Suche nach einem passenden Darlehen machen. Es kann sein, dass Sie hier als etwas älterer Kunde nicht bei jeder Bank etwas Passendes finden. Denn eine Standardfinanzierung mit festen Tilgungsraten ist in der Regel nicht die beste Wahl für Sie. Achten Sie vielmehr darauf, dass Sie ein Darlehen mit langer Zinsbindung finden, bei dem Sie die anfangs vereinbarte Rate jederzeit nachträglich wechseln können. Mit anderen Worten: Suchen Sie nach einem möglichst flexiblen Angebot. Vereinbaren Sie für die Jahre, in denen Sie noch berufstätig sind, eine Tilgung, die Sie mit Ihrem Einkommen stemmen können. Hilfreich ist es, wenn Sie in nächster Zeit eine größere Auszahlung bekommen, z.B. aus einer Kapitallebensversicherung, die Sie zusätzlich zur Tilgung einsetzen können.

Wie hoch ist die Zusatzrente aus meinem privat angesparten Vermögen?

Anleger können über viele Jahre hinweg ihre Ersparnisse verbrauchen: Für jeden Monat bleibt umso mehr, je höher der Zinssatz ist, zu dem Sie das Geld weiter anlegen. Rechnen Sie einfach selbst nach mir unserem Auszahlplanrechner.

zum Auszahlplanrechner hier klicken

Foto:  Foto: ©istockphoto.com/Ljupco/33583630