Geldregeln für Kinder

Geldregeln für Kinder

Sie wollen das Beste für Ihr Kind? Dann sollte es für Sie selbstverständlich sein, Ihren Kindern die wichtigsten Dinge im Umgang mit Geld beizubringen. Denn Geld ist leider kein Schulfach. Diese Lücke sollten Sie füllen, denn Geld ist ein wichtiger (wenn auch nicht der wichtigste) Faktor im Leben Ihrer Kinder. Am besten sollten Sie bereits damit beginnen, wenn die Kinder in der Schule Zahlen gelernt haben. Dann haben sie ein besseres Verständnis für Geld.

Halten Sie sich nicht an den Spruch: Über Geld redet man nicht. Ganz im Gegenteil, es ist wichtig mit Ihren Kindern über Geld und den Umgang mit Geld zu reden. Von wem sollten Sie es denn sonst lernen? Wie bei jedem anderen Thema, kann man nur dann erfolgreich auf einem Gebiet werden, wenn man sich weiterbildet, sein Wissen anwendet und aus Fehlern lernt. Für reiche Eltern ist es selbstverständlich, sich selbst mit dem Thema Geld zu beschäftigen und ihr Wissen an ihre Kinder weiter zu geben.

Aber welche Regeln sollten Sie Ihren Kindern beibringen?

 

Regeln für das Taschengeld

Wieviel Taschengeld für welches Alter richtig ist, können Sie hier nachlesen.  Egal, wieviel Taschengeld Sie Ihren Kindern zahlen, es gibt eine ganz klare Regel: Geben Sie Ihren Kindern keinen Vorschuss auf das nächste Taschengeld. Denn sonst gewöhnen sie sich daran, Geld auszugeben, welches sie noch gar nicht haben. Und hat man sich erst einmal daran gewöhnt, ist der Schritt zu Krediten und Schulden im weiteren Leben nicht mehr weit. Wie Sie den Kindern den Umgang mit Ausgaben beibringen, lesen Sie hier.

Und noch ein Ratschlag: vom Taschengeld dürfen sich die Kinder kaufen, was sie möchten. Hier sollten Sie sich raushalten.

 

10% vom „Sparschwein“ aufs Zukunftskonto

Erklären Sie Ihren Kindern: es gibt Taschengeld und es gibt Spargeld. Und mit dem Spargeld kannst du dir später noch viel mehr kaufen. Sinnvoll ist auch schon bei Kindern die 10%-Regel einzuführen, damit sie diese auch später im Erwachsenenalter beherzigen. Von jedem Geld, was Sie z.B. von Oma und Opa, zum Geburtstag oder zu Weihnachten geschenkt bekommen, sollten sie auf jeden Fall mindestens 10% in ihr Sparschwein stecken – gerne auch mehr. Auch, wenn Kinder Sparen vielleicht erst nicht verstehen, so lieben die meisten es, Geld ins Sparschwein zu werfen. Dort sollten Sie es aber nicht auf Dauer lassen, da es sonst durch die Inflation immer weniger wert wird. Auch das Sparbuch ist keine gute Idee mehr.

Früher war es fast schon zu schön, um wahr zu sein. Das Geld vermehrte sich sogar auf dem Sparbuch durch den Zinseszinseffekt von alleine, je länger man es liegen ließ. In Zeiten von Niedrigstzinsen ist das Geld heute auf dem Sparbuch allerdings falsch angelegt. Sie und Ihre Kinder können sich aber auch heute noch den Zinseszinseffekt in abgewandelter Form über Renditerenditen zunutze machen. Nehmen Sie einmal pro Quartal das Geld aus dem Sparschwein und gehen Sie mit Ihrem Kind zur Bank, um es zu attraktiven Renditen anzulegen, z.B. in einen ETF-Sparplan.

 

Ausgabendiät

Kennen Sie das: Ihr Einkommen steigt, aber mit dem Einkommen auch die Ansprüche. Und am Ende des Monats ist wieder kein Geld mehr übrig. Seien Sie ein Vorbild – führen Sie ein Haushaltsbuch und planen Sie die Ausgaben für den Folgemonat. Bringen Sie dies auch Ihrem Kind bei. So wird es weniger Spontankäufe machen und vor jedem Kauf noch mal überlegen, ob es das wirklich braucht.

 

Preisvergleich macht reich

Auch im Kleinen gilt schon: Wer Preise vergleicht, kann sparen und hat mehr vom Geld. Was kostet das Eis bei Rewe, was bei Aldi und was im Schwimmbad? Sie werden sehen, dass Kinder am Preise vergleichen großen Spaß haben können.

Sie sehen, eigentlich ist der Umgang mit Geld ganz einfach und für Kinder kann es sogar Spaß machen, wenn Sie ihnen diese Grundregeln näherbringen.

Was Sie selbst alles auf dem Weg zur finanziellen Unabhängigkeit beachten sollten, finden Sie in dem weiterführenden Buch: Die Millionärsformel.

Fotos: ©istockphoto.com/olgakr/66059187

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