Wogegen Sie sich versichern sollten

Wogegen Sie sich versichern sollten

Die meisten Menschen – wahrscheinlich auch Sie – werden es kaum schaffen, sich gegen jedes Risiko ausreichend zu versichern. Wie so oft im Leben gilt es auch hier, Prioritäten zu setzen. Um Sie selbst und/oder Ihre Angehörigen beziehungsweise Hinterbliebenen abzusichern, sollten Sie sich auf jeden Fall gegen den finanziellen Verlust bei einem Einkommensausfall absichern, der durch Ableben oder Krankheit beziehungsweise Berufsunfähigkeit eintreten kann. Falls Sie keine enormen Rücklagen oder eben entsprechende Versicherungen haben, kann ein Unfall sonst für Sie und Ihre Familie zum finanziellen Desaster werden.

Die höchsten Risiken für Personen- und Menschenschäden sind Rauchen und Autofahren. Auf beide Faktoren haben wir allerdings Einfluss: Wir können mit dem Rauchen aufhören und vorsichtiger oder gar nicht Auto fahren. So, wie manche mit ihrem eigenen Leben umgehen – zu viel und ungesundes Essen, viel Alkohol und Zigaretten, wenig Schlaf –, erhöhen sie jedoch leider selbst das Risiko schwerer Erkrankung oder sogar eines frühzeitigen Todes. Auf andere Risiken dagegen haben wir wenig Einfluss, deshalb sollten wir uns dagegen wappnen.

 

Besorgen Sie sich als erstes eine Haftpflicht– und Hausratversicherung. Die Logik ist die gleiche wie beim Geldansparen: Zuerst benötigen Sie ein Notfallpolster, dann richten Sie Ihr Zukunftskonto ein. Danach kümmern Sie sich um Ihre Berufsunfähigkeitsversicherung. Die statistische Wahrscheinlichkeit, dass Sie diese irgendwann benötigen, liegt immerhin bei 30 Prozent.

Als nächstes sollten Sie Ihre Altersvorsorge sicherstellen – das Vermögen, das Sie auf Ihrem Zukunftskonto aufbauen, wollen Sie schließlich nicht für Ihren Lebensunterhalt im Alter aufbrauchen, sondern für Weltreisen oder tolle Extras wie eine Segelyacht oder einen Oldtimer verwenden.

Verfügen Sie bereits über genügend Vermögenswerte, durch die im Fall Ihres Todes die von Ihnen abhängigen Familienmitglieder weiter finanziell versorgt wären? Wenn nicht, müssen Sie eine weitere Versicherung abschließen, die für die benötigten Finanzen aufkommt. Die Risikolebensversicherung müsste eigentlich Risiko-Todesversicherung heißen. Denn Sie versichern in diesem Fall nicht Ihr Leben, sondern Ihre Angehörigen für den Fall Ihres Todes.

Die größten abzusichernden Risiken sind der Verlust von Leben und Arbeitseinkommen. Es ist Ihr Leben, und Sie sollten Ihr Leben absichern. Der höchste finanzielle Aktivposten in Ihrem Leben besteht darin, dass Sie jeden Monat Geld verdienen können. Davon leben nicht nur Sie, sondern meist auch Ihre Familienangehörigen. Wenn Sie nicht mehr arbeiten können und kein Geld mehr nach Hause bringen, muss ein Ersatz her, und das kann die Auszahlung der Risikolebensversicherungssumme sein. Sie ersetzt im Fall der Fälle viele Jahre Ihres Arbeitseinkommens.

Und schließlich sollten Sie auch noch über eine private Pflegeversicherung nachdenken. Denn wenn Sie die durchschnittliche Lebenserwartung der Deutschen mit 85 Jahren bei Männern und 89 Jahren bei Frauen erreichen, werden Sie mit einer Wahrscheinlichkeit von 38 Prozent diese im fortgeschrittenen Alter auch brauchen.

Beschäftigen Sie sich möglichst umgehend mit diesem Themenfeld der wichtigen Versicherungen. Vergleichen Sie Beiträge, schließen Sie die Verträge ab und leben Sie so mit weniger Sorgen. Legen Sie jetzt fest, was Sie wie absichern werden.

Sorgen Sie dafür, dass Ihre Familienmitglieder über Ihre Versicherungen informiert sind – und dass sie vor allem wissen, wo die Police dafür liegt. Zig Millionen Euro an auszahlungsreifen Versicherungssummen liegen bei den Versicherungsgesellschaften bereit, können aber nicht ausgeschüttet werden – weil keine aktuellen Adressen vorhanden sind und teilweise nicht einmal bekannt ist, wer wann gestorben ist oder wer das Geld bekommen soll.

Listen Sie auf, wen Sie über Ihre Versicherungen und den Ort, an dem Sie die Policen aufbewahren, in Kenntnis setzen werden.

Fotos: ©istockphoto.com/triloks/55117410

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